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Die Aufgaben der kundigen Person

Erlegtes Wild ist ein Lebensmittel tierischen Ursprungs, und die erste Untersuchung durch eine kundige Person ist Pflicht. HUNTERRA führt diese Aufgaben online — vom Nachweis über den Auftrag bis zur Trichinenuntersuchung.

Geschrieben von David C. HájíčekGeschäftsführer, HUNTERRA

Erlegtes Wild ist ein Lebensmittel tierischen Ursprungs, und seine erste Untersuchung durch eine kundige Person ist Pflicht. In HUNTERRA hinterlegt die kundige Person die Angaben ihres Nachweises in den Kontoeinstellungen und erscheint in der Liste, aus der ein Jäger sie per Taste auswählt. Das Stück bleibt bis zur Eintragung des Ergebnisses gesperrt. Die Gültigkeit der Befugnis wird laufend gegen die Listen der staatlichen Veterinärverwaltung geprüft. Den Antrag auf eine Trichinenuntersuchung erzeugt man in der Web-App und hängt das Ergebnis direkt an das Stück.

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Erlegtes Wild ist nicht nur Trophäe oder Wildbret für den eigenen Tisch. Es ist ein Lebensmittel tierischen Ursprungs, für das strenge Hygiene- und Veterinärvorschriften gelten. Die Schlüsselrolle im ganzen Ablauf hat die kundige Person, die das Wild untersucht. Ihre Aufgaben sind keine Formsache — es ist ein Pflichtschritt, der Verbraucher wie Jäger vor Gesundheitsrisiken schützt.

HUNTERRA bietet ein einfaches Werkzeug, das die vorgeschriebenen Nachweise der kundigen Personen erledigt.

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Wie man kundige Person wird

Eine kundige Person hat eine spezielle Schulung nach europäischen Vorschriften absolviert (insbesondere nach der Verordnung (EG) Nr. 853/2004) und eine Bescheinigung über die Befähigung zur Untersuchung erlegten Wildes erhalten. Die Schulungen führen unter anderem veterinärmedizinische Hochschulen durch; nach bestandener Prüfung erhält die Teilnehmerin oder der Teilnehmer eine Bescheinigung, einen Stempel und einen Ausweis.

Ausweis und Stempel tragen eine Registriernummer. Und genau mit der Eingabe der Angaben aus diesem Ausweis beginnt die ganze Geschichte der kundigen Person in HUNTERRA.

Die Angaben lassen sich in den Einstellungen des Benutzerkontos im Abschnitt Dokumente eintragen. Sind alle Angaben korrekt, erscheint der Benutzer von da an in der Liste der kundigen Personen, aus der ein Jäger wählen kann, wenn er die Untersuchung eines erlegten Stücks beantragt.

Wie man eine Untersuchung beantragt

Bei jedem Stück, das in HUNTERRA ordentlich eingetragen ist, erscheint eine Taste, mit der es an die kundige Person geschickt wird. Sobald sie benutzt wird, wählt der Jäger eine kundige Person aus der Liste, das Stück wird gesperrt und lässt sich nicht weiter bearbeiten, bis die kundige Person das Ergebnis der Untersuchung einträgt.

Die Liste der kundigen Personen und die Gültigkeit ihrer Befugnis werden laufend gegen die von der staatlichen Veterinärverwaltung veröffentlichten Listen geprüft. Bei der Auswahl sieht der Jäger also immer, ob die Befugnis gültig ist.

Ein zugewiesenes Stück kann der kundigen Person vor der Eintragung des Ergebnisses jederzeit wieder entzogen und gegebenenfalls eine andere gewählt werden.

Alle zur Untersuchung geschickten Stücke sieht der Jäger auch unter „Strecke" auf dem Hauptbildschirm der mobilen App oder in der Leiste am linken Rand der Web-App.

Eine ähnliche Liste sieht auch die kundige Person, allerdings mit ihren vollen Aufgaben.

Die wichtigsten Pflichten

Die wichtigste Pflicht ist die erste Untersuchung des erlegten Wildes so bald wie möglich nach dem Erlegen. Geprüft wird der Allgemeinzustand des Stücks, gesucht wird nach sichtbaren Anzeichen von Krankheit, Verletzung oder anderen Abweichungen. Ergibt die Untersuchung ein mögliches Gesundheitsrisiko, wird das Stück im Wildursprungsschein mit dem Wort „RISIKO" gekennzeichnet, und der Revierinhaber ist verpflichtet, das Wildbret einem amtlichen Tierarzt vorzulegen.

Über das Ergebnis führt die kundige Person Aufzeichnungen — dank HUNTERRA bequem und online.

Nachweise und Verwaltungspflichten

Eine kundige Person ist verpflichtet, Aufzeichnungen zu führen über:

  • Arten und Stückzahlen des erlegten und untersuchten Wildes,
  • Ort und Zeit des Erlegens,
  • Ergebnisse der Untersuchungen,
  • den Verbleib des Wildbrets.

Diese Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren und den Organen der staatlichen Veterinäraufsicht auf Verlangen vorzulegen. Der Revierinhaber ist zugleich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Untersuchung rechtzeitig und ordnungsgemäß erfolgt.

Warum das wichtig ist

Ordentlich geführte Nachweise sind nicht nur eine Frage der Vorschriften. Sie sind ein praktisches Werkzeug für Gesundheitsschutz, Transparenz und Glaubwürdigkeit der Revierbewirtschaftung. Ist der ganze Ablauf digital, sinkt das Fehlerrisiko, die Verständigung mit der Veterinärverwaltung wird schneller, und jedes Mitglied des Reviers hat einen klaren Überblick darüber, was mit dem Wildbret geschieht.

HUNTERRA bietet diese Funktionen, damit sich Jäger auf das Wesentliche konzentrieren können — auf die Arbeit im Revier und die Hege — und die Bürokratie so einfach wie möglich bleibt.

Untersuchung auf Trichinen

Besondere Aufmerksamkeit gilt Wild, das für Trichinen empfänglich ist — vor allem dem Schwarzwild. Der Revierinhaber muss eine Laboruntersuchung auf Trichinen veranlassen. Eine Muskelprobe geht an ein akkreditiertes Labor oder ein staatliches Veterinärinstitut, und erst nach einem negativen Ergebnis darf mit dem Wildbret weiter umgegangen werden (in manchen Fällen auch für den Eigenbedarf).

Auch diese Aufgabe vereinfacht HUNTERRA erheblich. Der Antrag auf die Untersuchung lässt sich in der Web-App erzeugen und das Ergebnis anschließend direkt an das Stück hängen.

Gemeinsam mit der staatlichen Veterinärverwaltung arbeiten wir mit Nachdruck an der vollständigen Digitalisierung dieses Bereichs, damit das Leben von uns Jägern noch einfacher wird. Mehr dazu hier.

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Benachrichtigungen

Wie bei allen Ereignissen auf der HUNTERRA-Plattform lassen sich auch für die Untersuchungen Benachrichtigungen einrichten, damit nichts übersehen wird.

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